Patientengeschichte: Macht Ungewissheit krank?

Verfeinerte Herz-Diagnostik nimmt junger Mutter die Angst vor schwerer Erkrankung

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Jeder zehnte Erwachsene hat Angst vor ernsthaften Herzkrankheiten. Viele durchforsten deshalb das Internet nach vergleichbaren Symptomen und fördern dabei unzählige Ursachen zutage, die den Laien mehr verwirren als aufklären. Auch wenn man nicht zu den Überängstlichen zählt, ist es schwer, bei Beeinträchtigungen die drückende Ungewissheit zu ertragen. „Ich wollte endlich wissen, was mit mir los ist. Es war schrecklich, so in der Luft zu hängen“, so eine Patientin nach jahrelanger Untersuchungs-Odyssee. Das muss nicht sein! Verfeinerte Diagnoseverfahren weisen beachtliche Erfolge in der Herz-Diagnostik auf. Und für den Fall des Falles gibt es inzwischen auch sanfte Therapien.

Mehr Selbstverantwortung im Gesundheitsbereich und ein achtsamer Umgang mit sich selbst – an und für sich eine gute Sache. Nur sollte man nicht versäumen, medizinisches Halbwissen und fundierte Aussagen erfahrener Spezialisten deutlich voneinander zu unterscheiden. Zu viel Laiendiagnostik kann gefährlich in die Irre führen, das ständige Lesen endloser Leidensberichte im Internet latente Krankheitsängste massiv verstärken. Sinnvoller ist es, den Fokus auf verfeinerte Diagnoseverfahren zu richten. Denn mehr als ein gutgemeinter Rat nimmt ein eindeutiger Befund die Last der Ungewissheit von den Schultern der Patienten.

Erst Grippe, dann Herzrhythmusstörungen…

So ging es auch Nicole L.* Im November 2014 suchte die 40-jährige Hausfrau und Mutter von drei kleinen Kindern ihre Hausärztin wegen eines hartnäckigen, grippalen Infekts auf. Im Zuge der ausführlichen Untersuchung wurde auch ein Ruhe-EKG (Elektrokardiographie) gemacht. Zu ihrer großen Überraschung zeigten sich dabei Herzrhythmusstörungen, deren Ursache nicht zugeordnet werden konnte. „Ohne das EKG wären mir diese Störungen überhaupt nicht aufgefallen. Ich machte mir natürlich Sorgen und war froh, dass ich zu einem Kardiologen überwiesen wurde.“

Aufatmen…!

Die Überweisung ihrer Hausärztin führte Frau L. in die Praxis von Dr. Ruffmann, einem Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie in Baden Baden. Hier wurde ihr Herz nochmals eingehend untersucht. Doch der kardiologische Befund war völlig unauffällig, ebenso das 24-Stunden-Langzeit-EKG. Da es in ihrer Familie aber schon einige schwere Herzerkrankungen gab, verordnete Dr. Ruffmann im Abstand von 14 Tagen einen zweiten Termin für eine Belastungsuntersuchung sowie ein dreidimensionales EKG. Jetzt waren deutliche Veränderungen zu bemerken, ihr Herz verlor unter der Belastung seine Stabilität. Um festzustellen, ob eine Durchblutungsstörung des Herzmuskels vorlag, schickte sie ihr Arzt einige Wochen später zu einer nicht invasiven Coronarangiographie (Coronar-CT). Befund: Negativ! „Ich war wirklich sehr erleichtert, dass meine Herzkranzarterien keinerlei Verkalkungen hatten und damit kein erhöhtes Herzinfarkt-Risiko bestand.“ erinnert sich Frau L. „Als dann nochmals ein abschließendes dreidimensionales EKG durchgeführt wurde und alles unauffällig blieb, durfte ich endgültig aufatmen. Jetzt stand mit großer Sicherheit fest, dass ein Grippevirus die Rhythmusstörungen verursacht und mein Herz sich inzwischen wieder davon erholt hatte.“

Entzündliche Herzerkrankungen sind weit verbreitet

Täglich werden in Deutschland rund 10.000 Menschen mit Verdacht auf Herzinfarkt in eine Klinik eingeliefert! Auch wenn sich dieser Verdacht zu über 90% als unbegründet erweist, ist die Vorsicht berechtigt. Der akute Herzinfarkt ist nach wie vor eine der häufigsten Todesursachen. Ebenfalls weit verbreitet sind auch entzündliche Herzerkrankungen. Hierbei kommt es in zeitlicher Folge eines grippalen Infektes vermehrt zu vorübergehenden Herzbeschwerden. In der Regel heilt solch eine Begleit-Myokarditis (entzündliche Erkrankung des Herzmuskels) folgenlos aus. Trotzdem kann es auch einmal zu einer schweren Herzerkrankung kommen. Früher blieb diese häufig unentdeckt, da die geringfügigen Veränderungen in den herkömmlichen EKG- und Ultraschall-Verfahren nicht zu erkennen waren.

Klare und schnelle Diagnose mittels dreidimensionalem EKG (CGM)

Das dreidimensionale EKG (Cardiogoniometrie nach Sanz, kurz CGM) erlaubt nun eine verfeinerte Diagnostik. Über 5 hochempfindliche Elektroden werden in nur 12 Sekunden die elektrischen Herzaktivitäten räumlich, also dreidimensional, erfasst. Entwickelt von dem Schweizer Kardiologen Dr. Ernst Sanz, ermöglicht die Methode den Vergleich zwischen den aufeinanderfolgenden Herzschlägen eines Ruhe-EKG. Hier findet sich bei einer Begleit-Myokarditis eine Variation der Herzfunktion, die ein gesundes Herz nicht hat: Eine Streuung der sogenannten T-Wellen Vektoren zeigt, dass die linke Herzkammer sowohl elektrokardiographisch als auch mechanisch ihre Stabilität verloren hat.

Frau L. hatte Glück. „Nach der nichtinvasiven Koronarangiographie per Computertomographie konnten wir eine Durchblutungsstörung ihres Herzmuskels so gut wie ausschließen“, freut sich Dr. Ruffmann. „Als sich ihr Befund dann zügig verbesserte, ließ der Verlauf auf eine kurzfristige, kardiale Mitreaktion ihres Herzens durch den viralen Infekt schließen. Ich riet ihr für die nächste Zeit zur körperlichen Schonung sowie dazu, weitere Infekte möglichst zu vermeiden, um ihr Herz nicht erneut zu belasten.“

Unsicherheiten vermeiden, Vorboten erkennen

Wer von einer Myokarditis betroffen ist, lässt sich mithilfe des CGM und der Gewebedopplerechokardiographie schnell und einfach feststellen. Die räumliche Darstellung der Herzaktivität per CGM ist wesentlich genauer als die eines klassischen EKGs. Ein akuter Herzinfarkt, bei dem Stunden zählen, kann damit sofort entdeckt werden. Aber auch leichtere Durchblutungsstörungen am Herzen, können so belastungsfrei erkannt werden.

„Das CGM ist ein Meilenstein in der Diagnose von Herzerkrankungen und bestens dazu geeignet, verunsicherten Patienten die Ungewissheit über ihren körperlichen Zustand zu nehmen“, so der Kardiologe Dr. Ruffmann. „Die Diagnose mittels CGM ist übrigens auch geeignet, eine EECP-Therapie einzuleiten und deren Verlauf zu überprüfen. Diese schonende Therapie ist dabei für viele Patienten der richtige Weg zurück in ein beschwerdefreies Leben.“

Weitere Informationen finden sie unter: www.dr-ruffmann.de

* Name von der Redaktion geändert.
* Der Abdruck ist frei. Wir bitten um ein Belegexemplar.

 

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Kurzprofil – Vita

Dr. med. Kai Ruffmann, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie, wurde am 21. Juli 1949 in Hamburg geboren.

Der junge Ruffmann hatte ganz eigene Träume. Er wollte etwas erleben und ging im Alter von 17 Jahren mit der Marine auf hohe See. Als Marineoffizier begann er dann 4 Jahre später das Studium der Elektrotechnik und kam darüber an die Medizin. Nach dem Grundstudium der Medizin in Heidelberg entschied er sich für seine Ausbildung zum Kardiologen, die er an den Universitätskliniken Heidelberg und Zürich absolvierte.

Sein Weg führte ihn anschließend ins Städtische Klinikum Karlsruhe, als Leitender Oberarzt der Kardiologie, bis er sich schließlich 1992 mit anderen Kollegen und eigenem  Herzkatheterlabor in Karlsruhe niederließ. Seit seinem Ausscheiden 2008 führt er eine Praxis in Baden-Baden, die für schonende nicht invasive Kardiologie steht.

Sein Motto nach Ursula Lehr: „Der gute Arzt spricht die Sprache des Patienten.“

Mit über 30 Jahren Erfahrung und Expertenwissen vertritt der Mediziner einen ganzheitlichen Ansatz in der Inneren Medizin und Kardiologie unter dem Motto: Prävention statt Operation

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